Gottes Wort spricht direkt ins Leben hinein

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Wenn Jöns-Peter Schmitz von der Bibel spricht, merkt man schnell: Sie spielt eine zentrale Rolle in seinem Leben. Sie ist für ihn nicht nur ein historisches Dokument, sondern das lebendige Wort Gottes, das er in alle Lebensbereiche hineinsprechen lässt – ob als Prädikant in der Ev.-luth. Kirche oder als Ehrenamtler in der Straffälligenhilfe.

Im Interview verrät er, wie die Bibel zu seinem Lieblingsbuch wurde, warum ihm Übersetzungsvergleiche Freude machen und wie Gott in persönlichen Momenten durch Bibelverse zu ihm gesprochen hat. Seine Begeisterung steckt an und macht Mut, selbst zur Bibel zu greifen.


Jöns-Peter, wann bist du zum ersten Mal mit ERF Bibleserver in Kontakt gekommen?

Ich nutze ERF Bibleserver seit mindestens 15 Jahren – privat und ehrenamtlich – und das wirklich täglich.

Was schätzt du besonders an diesem Online-Bibelangebot?

Ich lese die Bibel seit über 50 Jahren. Es kommt immer mal wieder vor, dass ich einen Begriff oder Vers suche, den ich näher ausleuchten möchte. Die Suchfunktion hilft mir dabei. Insbesondere bei der Suche nach konkreten Versen ist sie Gold wert! 

Wenn ich als Prädikant Predigten vorbereite, dann stelle ich außerdem gerne verschiedene Übersetzungen nebeneinander – manchmal bis zu sieben. Das ist bei ERF Bibleserver ganz einfach. 

Besonders gut gefällt mir die große Auswahl an Bibelübersetzungen: So findet jeder – auch Bibelneulinge – eine passende Variante für den Einstieg. Sogar fremdsprachige Übersetzungen lassen sich parallel zu den deutschen anzeigen. Das ist besonders für meine Arbeit in der Straffälligenhilfe ein echter Gewinn: Dort begleite ich Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Hintergründen. 

Was hat dich dazu bewegt, dieses Ehrenamt zu übernehmen?

Meine ehrenamtliche Tätigkeit in der Straffälligenhilfe entstand im Herbst 2019 aus meiner Bibellese im Matthäusevangelium, Kapitel 25. Dort sprach der Herr Jesus in den Versen 40 und 36 zu mir persönlich: „Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan. – Denn (…) ich war im Gefängnis, und ihr kamt zu mir.“ 

Dieses Wort motivierte mich! Nachdem ich den fantastischen Vorbereitungskurs des Hamburger Fürsorgevereins absolviert habe, bin ich in der Einzelbegleitung von Strafgefangenen aktiv geworden. Es ist bewegend, ihre teilweise dramatischen Biografien kennenzulernen und sie möglichst gut auf ihrem Weg in ein Leben nach dem Strafvollzug vorzubereiten. Auch Menschen, die schwere Schuld auf sich geladen haben oder wegen Mordes verurteilt wurden, gilt die Liebe Gottes. Das möchte ich weitergeben. 

Erinnerst du dich eigentlich noch an deine erste Bibel?

Ich habe als Konfirmand die Bibel meiner Eltern – Luther in Frakturschrift – in die Hand genommen, vorne angefangen zu lesen und mich gequält.

Meine erste eigene Bibel, mit der ich mich wirklich identifiziert habe, war von Hans Bruns. Damit hat es mir Spaß gemacht, das Neue Testament kennenzulernen.

Heute ist die revidierte Elberfelder meine Lieblingsbibel. Eine möglichst genaue Wiedergabe des Urtexts ist mir wichtig.

„Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.“ Psalm 86,11

Hast du einen Lieblingsvers? 

Das wechselt alle paar Jahre. Bei meiner Segnung zum Prädikanten wurden mir mehrere Bibelverse zugesprochen. Der Pastor meiner Gemeinde hat für mich Psalm 86,11 ausgewählt: „Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.“

Das trifft den Sinn meines Lebens, in der Wahrheit Gottes wandeln zu wollen. ‚Führe mein Herz zusammen‘ steht an dieser Stelle in der Elberfelder Bibel. Es geht hier um das gespaltene Herz. Ich bete dafür, dass Gott mein Herz zusammenführt. 

In stressigen beruflichen Phasen hat mir früher Kolosser 3,23 geholfen. Und ein Schlüsselmoment war Epheser 4,31. Ich habe den Vers vielleicht hundertmal gelesen. Irgendwann wurde mir klar, dass er direkt in mein Leben sprach – über Bitterkeit, die ich gar nicht bewusst wahrgenommen hatte. Als ich diese Bitterkeit Jesus geben konnte, war das sehr befreiend.

Was bedeutet dir die Bibel persönlich?

Ich habe schon früh vermittelt bekommen, dass das Wort Gottes Gewicht hat. Besonders im CVJM bin ich Menschen begegnet, die mir von biblischen Persönlichkeiten erzählt haben, die mich beeindruckt und geprägt haben. Das hat in mir ein tiefes Grundvertrauen in das biblische Wort wachsen lassen.

Gott spricht am deutlichsten zu mir durch die Bibel. Ein Vers, der das für mich auf den Punkt bringt, steht in Jeremia 23,29: „Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?“.

Warum hast du ERF Bibleserver auch finanziell unterstützt?

Unter Ökonomen sagt man: „There’s nothing like a free lunch“ (zu Deutsch: „Es gibt nichts umsonst.“). Auch wenn ERF Bibleserver für mich kostenlos ist, verursacht er natürlich Kosten im Betrieb. Ich sehe meine Spenden als faire „Nutzungsgebühr“. Außerdem liegt es mir am Herzen, die Verbreitung der Heiligen Schrift im Sinne des Missionsbefehls zu fördern. 

Vielen Dank für das ermutigende Gespräch, Jöns-Peter.


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