So viel Leid – wie kann man da noch an Gott glauben?

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Gott ist allmächtig, und Gott ist Liebe. Beides bekennen Christen – und doch stellt sich unweigerlich die Frage: Warum gibt es dann so viel Schmerz, so viel Ungerechtigkeit, so viel Leid in dieser Welt?

Ist Leid der ultimative Beweis, dass Gott nicht existieren kann? Oder müssen wir es differenzieren oder gar „schönreden“ und darauf vertrauen, dass es schon irgendwie seinen Sinn hat? Beides fühlt sich unbefriedigend an – und beides wird der Tiefe dieser Frage nicht gerecht.

In unserem nächsten Online-Event „Warum lässt Gott Leid zu?“ am 26. Mai von 20:00-21:30 Uhr gehen wir einer Frage auf den Grund, die über die Jahrhunderte hinweg Menschen beschäftigt hat und noch immer aktuell ist. Denn die Frage nach dem Leid ist für die meisten nicht abstrakt, sondern zutiefst persönlich.

Wir möchten auch herausfinden, was die Bibel zu diesem Thema zu sagen hat und was wir tun, wenn sich nach Gebet nichts verändert. Was unterscheidet nun eigentlich die christliche Hoffnung von Trostpflastern wie „Die Zeit heilt alle Wunden“?

Warum Leid gerade kein Argument gegen Gott ist – vielleicht sogar eher dafür –, und wie man Leid ernst nehmen und trotzdem glauben kann, darum geht es an diesem Abend. Nach einem Impulsvortrag gibt es die Möglichkeit, dem Referenten ausführlich Fragen zu stellen.

Prof. Dr. Matthias Clausen ist Dozent an der Ev. Hochschule Tabor in Marburg und Referent des Instituts für Glaube und Wissenschaft (IGUW). Als Redner ist er unterwegs zu Vorträgen an Unis und in Gemeinden in ganz Deutschland. Im ERF ist er regelmäßig zu hören im Podcast „Frag los! – Kritische Glaubensfragen. Ehrliche Antworten.“ Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Er mag: gute Fragen, schwarzen Kaffee und nicht abstürzende Computer.

© Foto C. Hamann

Kommentare

9 Kommentare zu „So viel Leid – wie kann man da noch an Gott glauben?“

  1. Mich würde die Frage nach dem Leid tatsächlich dahingegen interessieren, wo Leid weder einen erkennbaren Nutzen noch einen freien Willen durch einen Verursacher bedeutet.
    Wieso leiden Tiere intrinsisch (durch Krankheiten, Jäger-Beute-Dynamik, Unfälle etc.) ohne, dass ein Tier oder ein Mensch daraus einen Nutzen (im Sinne z.B. des persönlichen Wachstums) erhält und, ohne dass das menschliche Handeln die Ursache des Ganzen ist?
    Mich würde außerdem (im Hinblick auf das Argument, dass ein Mehrwert aus Leid entsteht) interessieren, warum diese Menge an Leid so unfassbar riesig ist (und zwar ohne menschliches Zutun).

    1. Leid ohne einen „erkennbaren“ Nutzen gibt es nur dort, wo es an „Wissen über die Auslösung“ von Leid mangelt.
      Leid ohne Auslösung durch den freien Willen gibt es überhaupt nicht.

      Dass der Überlebenskampf in der Tierwelt jeder einzelnen Tierseele Fortschritt bringt (z.B. durch Steigerung der Wachsamkeit, Aufmerksamkeit, Fähigkeit, …) ist die eine Seite.
      Dass die gottgewollte Weiterentwicklung von dieser ersten Art des Weltgeschehens („Kampf“) hin zu einer höheren Art („Liebe“) durch den Menschen blockiert wurde, das ist die andere Seite.
      Welchem Menschen ist heute noch die schöpfungsweite (!) Folge seines Handelns (in Denken, Sprechen und Tun) überhaupt bewusst ?

      Wenn nun nahezu die gesamte Menschheit seit Jahrtausenden entgegen Gottes Willen handelte, dann kann man hochrechnen, wie das Ergebnis solcher „Saaten“ nun als „Ernte in hundertfacher Verstärkung“ eine Unmenge an Leid nach sich ziehen musste.

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  2. Avatar von h.peter f.
    h.peter f.

    Servus , also die sache mit dem leid hat seinen ursprung im sogenannten sündenfall . Es gab anscheindend mal ne zeit wo friede , freude + vollverpflegung an der tagesordnung waren . Und durch die sogenannte vertreibung aus dem paradies kamen dann diese ganzen frustrierenden belastungen wie angst , stress , gewalt , leid ,not + tod , etc. etc. pp. – Was die genauen ursachen waren hiefür , macht die bibel nur schwache andeutungen , und hängt vielleicht tatsächlich mit einer vorher stattgefundenen rebellion im reich g`ttes zusammen – grüßt`n schwäb. grübler .

    1. Hallo grübelpeter, die Überlieferung des Geschehens um den Sündenfall (Fall durch die Sünde) wird noch heute in kindischer Weise diskutiert anstatt endlich erfasst zu werden.
      Der „Apfel“ ist ein Bild für die „verlockende Handlungsweise nach eigenem Gutdünken“, welche sich ja nun unübersehbar in der ganzen Menschheit manifestiert hat.

      Weil wir nun nach „eigener Berechnung handeln“ und nicht mehr nach dem „liebevollen Willen des Schöpfers“ verhindern wir auch die ursprünglichen paradiesischen Zustände und erzwingen uns die ekelhaften Zustände.
      (Die einzige Ausnahme dabei ist der körperliche Tod. Dieser wurde nicht von uns erzwungen, sondern natürlicher Teil jener Schöpfungsebene wo wir jetzt gerade sind – als vorübergehende Notwendigkeit für eine schrittweise Weiterentwicklung in Form von „Beendigung“ und „Wiederwerden“. Das hohe Ziel dabei ist ja ewiges Lebendürfen unseres Geistes.)
      Liebe Grüße von einem österr. Wahrheitssucher

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  3. Avatar von Meernush
    Meernush

    Was bedeutet es wenn man sagt, dass die Bibel vom heiligen Geist inspiriert ist. Bedeutet das, dass alle Inhalte 100 prozent wahr ist und dass man buchstäblich alles machen muss was darin steht?

    1. Nein das bedeutet es nicht, sondern bezieht sich auf folgendes:

      Wenn eine solche echte Inspiration von einem dafür empfangsfähigen Menschen aufgenommen wird, dann ist die erhaltene Botschaft als solche zu 100% wahr.
      Aber mit der Aufnahme dieser Botschaft durch einen Menschen kommen nun zwangsläufig dessen persönliche Fähigkeiten und Unfähigkeiten sofort zum Tragen.

      Kein Mensch kann den VOLLEN Inhalt einer so erhaltenen Botschaft weitergeben, weil durch die Verarbeitung auf dem inneren Weg von seinem Wahrnehmungsorgan bis zur Aufnahme im Gehirn und dann noch weiter bis zum Umwandeln in Worte der Sprache / Schrift vieles der hohen Botschaft verloren geht.
      Das ist einfach der Einfluss durch die einzelne Persönlichkeit, ihre Eigenheiten und Unvollständigkeiten.

      Je nach der persönlichen Reife und Begabung ist die Wiedergabe also mehr oder weniger vollständig. Dieser Umstand gibt keinen Grund für einen Vorwurf gegen den Empfänger, denn er strebte ja die ihm bestmögliche Wiedergabe an.

      Und unter dieser Voraussetzung muss man die biblischen Botschaften lesen.
      Dann läuft man auch nicht mehr so leicht in Gefahr, einen Text einfach BLIND hinzunehmen als buchstäblich unantastbar.

      Gott will keine blinden sondern sehende Kinder.

      Ich hoffe dass diese in solche Kürze gepresste Antwort trotzdem hilfreich ist für die Fragebeantwortung.

      Alles Gute für das weitere kritische Hinterfragen verbreiteter Irrtümer!

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      1. Hallo, inspiriert vom Hlg. Geist haben die Autoren der Bibel geschrieben. Und er hat auch bewirkt, dass die Menschen es auch so wiedergeben, wie er es übermittelt hat. Die Bibel ist Gottes Wort und nicht eine Übersetzung nach den Fähigkeiten der Menschen. Wäre dem so, dann wäre die Bibel nicht vorne bis hinten so schlüssig, wie sie es heute ist.
        Wenn man überlegt, dass
        👉über 40 Autoren, die sich teilweise gar nicht kannten, und
        👉die zu unterschiedlichen Zeiten
        👉in verschiedenen Ländern und
        👉in unterschiedlichen Schichten gelebt haben,
        👉in über 1.500 Jahren
        👉etwas in sich so schlüssiges wie die 66 Schriften der Bibel geschrieben haben,
        👉welche auch noch über 7.000 Prophezeiungen enthalten, die sich nachweislich über 3.260 mal wortwörtlich erfüllt haben,
        kann man schlecht von Zufällen sprechen oder davon, dass „nur“ Menschen die Bücher der Bibel geschrieben haben.
        Wenn über 40 Autoren (jeder für sich) an einem gemeinsamen Musikstück arbeiten würden, ohne dass sie vorher miteinander kommuniziert hätten, würde das reinste Chaos herauskommen; Aber Gott hält seine Hand auf die Bibel, denn nur Er hat den Überblick.
        Das kann uns Menschen passen oder nicht, ändert aber nichts an der Tatsache.

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        1. Ja die treibende Kraft für die Inspirationen stammt von Gott.

          Aber dass der Mensch „unvollkommen“ war und leider noch immer ist- das wird jeder ernsthaft Denkende wissen.

          Und wenn eine vollkommene Botschaft in die Hände eines unvollkommenen Menschen kommt, dann ist er halt nicht in der Lage diese Botschaft auch vollkommen weiterzugeben.
          Das sollte nicht schwer zu verstehen sein.

          Und da der Mensch von Gott den freien Willen bekam, ist es auch nicht möglich, das Gott sozusagen durchgreift und einem Menschen die Weitergabe in vollkommener Form aufzwingt.

          Wir Menschen sollen uns durch eigene Anstrengung Gott nähern und nicht in träger Bequemlichkeit auf seine Annäherung warten.

  4. Avatar von Martin Josef Titus Sieland
    Martin Josef Titus Sieland

    Jesus hat für uns, die wir ihm folgen, gelitten und hat den Tod besiegt.

    Eins meiner schönsten Lieder lautet daher so:

    Jesus, Du bist mein friend,
    der alle meine Sorgen kennt.
    Du hast alles, alles für uns getan,
    mit Dir fang ich jetzt nochmal an.
    Was Du uns verheißen,
    kann mir Niemand entreißen;
    das ewige Leben
    hast Du uns gegeben.
    Ich danke Dir
    und lobe Dich
    und weiß dabei:
    Du liebst auch mich.

    Liebe Grüsse und ein langes Leben

    Martin Josef Titus Sieland

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